Балет о живописце, скульпторе, музыканте, писателе, поэте, балерине... Таких балетов - полнометражных одноактных хореографических миниатюр создано немало, по крайней мере на протяжении XX - начала XXI веков. Эти большие и малые хореографические опусы - иногда обобщенно-философские рассуждения, иногда обрисовка образов, но чаще всего они опираются на конкретные факты биографии данного художника, музыканта, поэта, балерины...

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Արշիլ Գորկի (Ոստանիկ Ադոյան), Պաբլո Պիկասսո, Սալվադոր Դալի- այս անունները 20-րդ դարի համաշխարհային գեղանկարչության դեմքերն են, այն տարբերությամբ միայն, որ Հայաստանում ավելի մեծ համարում ունեն Պիկասոն եւ Դալին, իսկ արեւմուտքում շատ ավելի Արշիլ Գորկին՝ սյուրռեալիստական էքսպրեսիոնիզմի հիմնադիրն ու ամենավառ ներկայացուցիչը:

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Die Prüfung der “Starken Gefühle”


Von Yana Avchiyan Fotos von Karen Minasyan. Mehr als ein Monat geht es in der Stadt das Gerucht darüber, dass in die Stadt Jerewan irgendeine grandiöse Gruppe aus Europa zur Demonstrierung vor uns ihrer grandiösen Ballettfähigkeiten kommt. Und ihre Benennung ist nicht weniger grandiös…

Endlich war es verwirklicht! Das Konzert des Modemballetts “Forceful Feelings and Comrades” mit Profgranırn “Starke Gefiíhle” fand am 29. und 30.Juli im Sall des Nationalen Akademischen Opern- und Ballettheaters namens Spendiarow statt und ruf aufregende Interesse hervor. Und falls die obenerwähnte Gerüchte völlig erklärbar sind, so ist es schwer zu sagen, woher die postkonzerte Gerüchte darüber genommen sind, als ob der Sall halbleer war.
Mindestens war der Opernsaal am Sçlusstag voll. Nicht gefordert waren nur die seitliche Parterplätze. Wahrscheinlich gehen auch aus derselben Quelle die Erläuterungen zu Gerüchten heraus. Darüber, dass die Konzertkarten zu teuer waren ( vom 5.000 bis 15.000 Dram), und als ob das Konzert wohltätig war und die reiche Bevölkerung der Stadt korınte nicht Spende ‘
machen. Wenn man die erste Widerlegung über die Menschenleere des Saales auf Grund der persönlichen visualgeistigen Schlussfolgerungen zusammenstellen konnte, so über die Wohltätigkeit hatten wir uns beim Direktor des Kollektivs Herrn Artur Hakobyan interessiert.
Er erklärte, dass das Konzert nicht wohltätig war, sondem kommerziell.
Und jetzt machen wir plastischen Übergang zum Realen, Die Gruppe war vor zwei Jahren gegründet. Am Anfang gingen darin nur unsere Landsmänner ein, d.h. die Absolventen der Jerewaner choreo graphischen Lehranstalt, die Sieger mehreren internationalen Wettbewerben, welche jetzt in den Listen der Wärter der europäischen Terpsihora stehen. Es sind die verdiente Künstler Armeniens: der erste Solist des Münchener Opern- und Ballettheaters Tigran Mikaelyan; die erste Solisten des Opem- und Ballettheaters Zürich Arman Grigorj an und Vahe Martirosjan; der Solist des Hamburger Opern- und Ballettheaters Arsen Mehrabj an. In diesem Jahr hat sich der Bestand der Gruppe  erweitert. Deshalb war in Anfangsbenerınung der Gruppe “ Forceful Feelings” die Ergänzung “and Comrades” entstanden. In “and Comrades” gehen solche berühmte Tänzer wie die Brüder Bubeniceki (Tschechien) – Irji und Otto, und auch die Ballettänzerin des Hamburger Opern- und Ballettheaters österreicherin Patricia Tische, Japanerin J uka Oische und Engländerin Stefani Minler hinein. Zur Teilnahme an Konzert komıte unser David Karapetjan aus San-Franzisko leider nicht ankommen. Man hat ihn nicht freigestellt: die Wertmitarbeiter sind nach Goldgewicht. Nebenbei gesagt, gaben die übrige Künstler der Gruppe die Konzerte während ihren Urlaub. Zweifellos war es Risiko die Versicherung nicht zu bekommen, wemr irgendein Trauma extra Theaters-Arbeitsgebers gescheht. Tigran Mikaelyan aber ist Optimist. Deshalb war das Unglück vorbei. Leider geling uns nicht aufzuklären, auf welche Summe unsere Tänzer Versichert waren. Schlisslich ist diese Summe der Versicherungssumme der Fussballspieler nicht equivalent, obwohl wir Energie und Zeit an Proben nicht weniger verbrauchen, als sie. Einfach sind Fussballiebhaber mehr, als Ballettbewunderer – sagt Tigran Mikaelyan. Jetzt über Proben. Es war so, dass für Vorbereitung des Konzerts in J erewan Tigran für 5 Stunden nach Hamburg zu anderen Jungen fliegen sollte.
Das Finalkonzert war hier, an heimatlicher Bühne gesammelt, wo fand Triumpf statt.
Und noch… Tigran bekam vor kurzem den Titel des Verdienten Künstlers. Die Organisatoren des Konzerts wandten sich an Ministerium, welches zur Durchführung des Konzerts Beistand leistete, mit Bitte den jungen Künstler den Ehrentitel an der Bühne nach Auftritt einhändigen.
Laut demselben Gerucht, sind im Ministerium dazu noch nicht bereit. Dafiír ist man dazu in Europa fertig. Vor kurzem bekam Tigran in München die Prämie im Kunst- und Kulturgebiet.
Jetzt aber ist er zum Erhalten des Titels des besten Ballettkünstlers Deutschlands nominiert.Doeh komnien Wir zum Konzert zuriick. Im Programm gingen viele PremieraufHihrungen ein, welche zum ersten Mal an armenischer Biihne gezeigt Waren. “Arschil Gorki” in Darbiertung von Mehrabyan und Oischi war durch Arbeiten des beriihmten Malers ergéinzt.
“Sirezi, jars taren…” War in Aufliihrung des beriilunten Choreographs Norayr Mehrabyan von Patrizia Tischi gespielt. “ Mir War es nicht schwer in die Gesatlt eintreten, da wir nicht nur arbeiteten, so auch uns mit arinenischen Jungen befreundeten. Und fur uns alles ihre Wurde unseres” – sagte Patrizia nach dem Konzert. Die originale Inszenierung, die die vollkommene Plastik des Ktinstlers betonte, machte jede Nummer zur Merkung. Besonders gléinzte Duo der Briider-Zwillingen Bubenicek “Ungehiirsame Sttir1nische”.
Der zweite Teil des Konzerts aber War durch Komposition “Unnahbarer” geéffnet. Die Brtider Bubenciki hatten auch dazu unmittelbares Verhéiltnis, aber nur als Darsteller.


www.aesthetic-fighters.de/
von Rebecca Paasch


Dass Enthusiasmus eine der Eigenschaften ist, die der Ballett-Liebhaber mit dem Ballett-Tänzer teilt, ist wohl eine ausgemachte Sache. Und anders sollte man sich einer so ausgesprochen sinnlichen Kunst wie dem Ballett auch nicht nähern. Daher darf man sich ruhigen Gewissens nun der sorgsam ausgewählten und in Spannungsbezug gesetzten suggestiven Bilderwelt des soeben im Kirchbach Verlag erschienenen deutsch-englischen Fotobildband „Aestethic Fighters – Tigran Mikayelyan and the Power of Armenian Dancers” überlassen.
„Dance for you” hat ja bereits ausführlich in der November/Dezember-Ausgabe 2007 über das außergewöhnliche Projekt berichtet, das dem Band zugrunde liegt: der Ballett-Gala der „Forceful Feelings and Comrades” in Armeniens Hauptstadt Eriwan, im vergangenen Sommer. Armenische Ballett-Spitzentänzer hatten sie veranstaltet, um ihrer Heimat, in der sie die Grundlage ihres Könnens enıvorben haben, zu danken und um zu beweisen, dass man als Ballett-Tänzer in der ganzen Welt reüssieren kann.Thomas Kirchgraber, Fotografaus Leidenschaft, hatte sich an die Fersen des, derzeit als Erster Solist am Bayerischen Staatsballett wirkenden, armenischen Ballett-Tänzers Tigran Míkayelyan geheftet, der maßgeblich diese Gala organisiert hatte. Ein ungewöhnliches Projekt und ein ebenso ungewöhnliches Buch, das weitaus mehr sein will als pure Dokumentation. Denn Thomas Kirchgraber fotografierte nicht nur bei den zwei Gala-Abenden, sondern war fünf Tage lang bei allen Proben dabei, machte die Aufwärm-Classes mit, um sich perfekt einzustimmen und begab sich mitten ins Geschehen auf der Bühne. Das eröffnet außergewöhnliche Perspektiven. Es geht um nichts weniger als Schönheit und Kraft, von Bewegung fotografisch einzufangen und gleichzeitig das Bewusstsein des Sehenden dafür zu schärfen, wie viel Kampf die Leistung Spitzen-Ballett-Tänzern abfordert wie – neben Tigran Míkayelyan – Arman Grigoryan und Vahe Martirosyan (beide erste Solisten bei Heinz Spoerli am Zürcher Ballett), Arsen Mehrabyan (Solist bei John Neumeier in Hamburg) sowie den als Gästen wirkenden tschechischen Ballett-Zwillingsbrüdern Jiri und Otto Bubenicek. Auch die Gespräche beweisen es: Ballett ist mehr als bloßes Zehenspitzen~Kunstschweben auf ästhetischen Wolken.
Koautorin Ute Fischbach~Kirchgraber geht mit Tigran Míkayelyan Biographisches durch und bringt mit ihm seine Auffassung von Ballett auf den Punkt: Ballett-Tänzer sind keine ätherischen Kunstwesen, sondern ganz irdische Menschen, die mit der hohen Kunst ebenso kämpfen wie mit der eigenen Unzulänglichkeit.
Was sie auszeichnet, ist jedoch der Wille zur Perfektion und die grenzenlose Bereitschaft, alles zu geben. Mut ist eine der herausragendsten Eigenschaften eines Ballett-Tänzers. Das zeigt schon die außergewöhnliche Biografie von Tigran Mikayelyan, der als Kind wild entschlossen, bei bitterer Kälte in der, ob des armenischen Zusammenbruchs, nach der Trennung von der Sowjetunion geschlossenen Ballettschule, alleine trainiert. Er nimmt sogar kurzfristig ein Boxtraining auf, das er dann aber wieder sein lässt, als er entdeckt, dass Ballett-Tanzen seiner Männlichkeit keinen
Abbruch tut. Tigran Mikayelyan möchte durchaus eine Botschaft an junge Menschen richten und sie zum Ballett ermuntern, denn da können sie ihre Kräfte kanalísieren und statt auf der Straße zu
fighten, zu höherer Sinnhaftigkeit vorstoßen. Dass Außergewöhnliches in Tígran Mikayelyan steckt, war Ivan Liska, dem Chef des Bayerischen Staatsballetts, schon von Anfang an bewusst, wie er in seinem Vonıvort mitteilt. „Aesthetic Fighters” zeigt daher nicht nur Bilder der Gala in Eriwan, sondern Tígran Mikayelyan auch in seinen schönsten Rollen am Bayerischen Staatsballett. Wer mehr über diesen opulenten Bildband wissen will, kann im Internet unter www.aesthetic-fighters.de einige Textproben und Bildergalerien einsehen. Übrigens geht ein Euro pro Buch an den weltweit agierenden armenischen Hayastan-Fund, der es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht hat, die Ausbildungssituation in Armenien zu verbessern.


Ausschnitt aus der Reportage “Dance for you”-Magazins vom Oktober 2010

Ob Hamburg, Stuttgart, München und vor allem Zürich – armenische Tänzer erobern die Ballettwelt. Fast jede Kompanie hat sie im Ensemble, meist als herausragende Solisten. Wer die Besetzungslisten auf die Namensendungen -jan oder -yan durchgeht, der weiss: man hat mit Sicherheit einen armenischen Tänzer vor sich. So erweist sich die nationale Ballettschule in Eriwan – übrigens die einzige Ballettausbildungstätte in ganz Armenien – als Kaderschmiede für Ausnahmetalente.

http://www.danceforyou-magazine.com

Die fantastischen Fünf
Im Carl-Orff-Saal tanzten „Forceful Feelings“


Tigran Mikayelyan, erster Solist unseres Staatsballetts, ist der Kopf der armenischen Ballettgruppe Forceful Feelings (Starke Gefühle). Dazu haben sich 2006 fünf arme- nischstämmige Spitzentänzer, heute in München, Zürich, Essen und Stockholm als Solisten tätig, zusammengeschlossen, um auf höchstem Niveau den Tanz in ihrem Heimatland zu unter- stützen, ihre Erfahrungen weiterzugeben und dem Nachwuchs bessere Zukunftschancen zu sichern. Im Carl-Orff-Saal präsentierten Forceful Feelings, unterstützt von Münchner und Zürcher Spitzentänzerinnen, ein Programm aus klassischen und modernen Choreografien mit einer solchen Vehemenz und Leidenschaft, dass das Publikum spürt:


Diese jungen Leute wollen etwas, stehen für etwas, stellen ihr hohes Können nicht einfach selbstverliebt aus, sondern möchten mit ihrer Gabe ihrem Heimatland dienen.


 

Wer sich so brillant mit Petipas großen Pas de deux präsentiert wie Arman Grigorian und Galina Mihaylova (Nussknacker), Vahe Martirosyan und Viktorina Kapitonova (Schwanensee), Trigran Mikayelyan und Daria Sukhorukova (Don Quixote), wer im zweiten Teil unter anderem mit Spoerli-Choreografien aufwartet und mit dem eigenen Talent Arsen Mehrabyan, der darf dann auch persönlich werden, darf in Apricot Tree rnit Videos und heißblütigem, verzweifelt-wütendem Tanz an die bittere Vergangenheit des eigenen Landes erinnern. Mit einem wahren Tanzrausch fegen die Fünf bei ihrem Carmina Buruna-Rausschmeißer allzu beklemmende Betroffenheit wieder weg – und werden vom Publikum heiß gefeiert.

Artikel in der Münchner Kultur, 8. Juli 2010



koeglerjournal 2009/2010
Foto © Thomas Kirchgraber


Wenn die Erfolgsformel für eine Fußballmannschaft „Elf Freunde sollt ihr sein!“ lautet, so halten die Boys aus Eriwan dagegen: „Fünf tun‘s auch!“ Allerdings handelt es sich bei ihnen nicht um Fußballspieler, sondern um Tänzer, die aus der Staatlichen Ballettschule Armeniens hervorgegangen und jetzt erstmals im Carl-Orff-Saal am Münchner Gasteig aufgetreten sind. Eriwan, das ist heute Russlands erste Adresse, was den Tanz der Männer angeht – das, was früher einmal die Puschkin-Klasse am Waganowa-Institut in Leningrad war (als dort noch Nurejew und Baryschnikow an der Stange standen). Heute tanzen die Armenier in führenden Kompanien bei uns, allein vier bei Spoerli in Zürich, aber auch in München, Berlin, Hamburg, Stuttgart und San Francisco. Fünf von ihnen, alle ehemalige Kommilitonen, haben sich für ihr westliches Debütprogramm zusammengeschlossen: die Fünf vom Ararat sozusagen, eine Force de frappe des Männertanzes – und ihr Gang-Leader heißt denn auch mit Vornamen angemessen Tigran (und weiter Mikayelyan) und ist Principal des Bayerischen Staatsballetts und inzwischen im Nationaltheater so beliebt wie Schweinsteiger in der Allianz-Arena.


Sie können so ziemlich alles – und bewiesen es sogleich um ersten Teil ihres „Forceful Feelings“-Programms

Sie können so ziemlich alles – und bewiesen es sogleich um ersten Teil ihres „Forceful Feelings“-Programms – als armenische Prinzen in den Disziplinen „Nussknacker“, „Schwanensee“ und „Don Q“ – sie segeln durch die Lüfte und rotieren wie Dynamos, landen allerdings manchmal etwas stotternd. Ganz ohne Weiber geht die Chose jedoch auch in Armenien nicht, und so haben sie sich für ihre Kavaliers-Kür ihre Partnerinnen aus München und Zürich ausgeborgt, wobei sich die Münchner Daria Sukhorukova mit der erzenen Standfestigkeit ihrer Balancen geradezu als ein Model für künftige Heldinnen-Denkmäler erwies.
Choreografisch interessanter wurde es dann im zweiten Teil, für den sie sich ihre Trainer aus Zürich und Dresden ausgeborgt hatten. Bemerkenswert zu sehen, wie sich Arsen Mehrabyan, der bei Spoerli in Zürich tanzt, viel Choreografie-Handwerk bei seinem Meister an der Limmat abgeguckt hat. Das verrät eine gute Nase, wo der Tiger sein Fleisch wittert.
Und so wurde das Münchner Debüt der Fünf Freunde aus Eriwan – wenn schon nicht zu einer Sternstunde des Balletts, so doch zu der verheißungsvollen Ankündigung, dass die Tanz-Demoskopen vom Ararat kein Nachwuchs-Defizit prognostizieren.

Eine ausführlichere Fassung dieser Kritik in Englisch finden Sie hier in der internationalen Version von tanznetz.de!